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Key-Rate Duration und Zinskurvenrisiko

Key-Rate Duration verteilt Zinssensitivität auf Kurvenknoten und zeigt Risiken hinter einer Gesamtduration.

Einfach erklärt — „Duration fünf“ unterstellt oft, dass alle Zinsen gemeinsam laufen. KRD teilt die Kurve und fragt etwa nach dem Effekt einer Bewegung bei zwei Jahren, wenn zehn Jahre unverändert bleiben.

Key-Rate Duration misst lokale Preissensitivität gegenüber einem Shock an einem Knoten oder Abschnitt, während andere Punkte nach einer genannten Interpolation fixiert werden. Das Profil zeigt kurze, mittlere und lange Exposures, die eine Gesamtduration verrechnen oder verbergen kann.

Vom Gesamtwert zu Knoten

Zwei Portfolios können dieselbe Duration haben. Eines konzentriert Cashflows bei fünf Jahren, das andere kombiniert zwei und zehn. Unter parallelem Shift wirken sie ähnlich, unter einem Twist verschieden.

KRDᵢ ≈ (Pᵢ,− − Pᵢ,+) / (2 × P₀ × Δyᵢ)

Die Preise werden nach Abwärts- und Aufwärtsbump neu berechnet. Für kleine Bewegungen:

ΔP / P ≈ −Σ KRDᵢ × Δyᵢ

Das Ergebnis hängt von der geschockten Kurve — Staats-, Zero-, Swap- oder Discountkurve — sowie Knoten, Interpolation, Bump, Repricing und Optionen ab.

Kurvenbewegungen präzisieren

Steepening vergrößert den Abstand zwischen benannten langen und kurzen Punkten; Flattening verkleinert ihn. Die Begriffe sagen weder welche Knoten noch die absolute Richtung. Basispunkte je Laufzeit sind eindeutiger. Kurvenform ist ein Bild; KRD ist Portfolioreaktion, keine Eintrittswahrscheinlichkeit.

Operativer Ablauf

Stimmen Sie Positionen und Flows ab, bauen Sie eine dokumentierte Basiskurve, wählen Sie passende Knoten, perturbieren Sie jeden, rekonstruieren Sie Zwischenpunkte und bewerten Sie vollständig neu.

KRD wird mit Full Value und einem Basispunkt zum Key-Rate DV01. Bewahren Sie Vorzeichen und Währung. Ein Total nahe null kann Bruttoexposure verbergen, das in einem Twist gemeinsam verliert.

Ein Knotenhedge bringt Basis-, Kredit-, Liquiditäts-, Konvexitäts- und Kostenrisiko. „Duration neutral“ heißt nicht zinsrisikofrei.

Modellgrenzen

Große Shocks verlangen Konvexität und volles Repricing. Bei Callable Bonds und MBS ändern sich Flows; effektive KRD hängt vom Modell ab. Bei Kredit können Zinsen und Spreads zusammen laufen; die Trennung ist Attribution, kein Kausalgesetz.

Die Schätzung ändert sich mit Zeit und Rekalibrierung. Datenversion und Zeitstempel gehören zur Kennzahl.

Typischer Fehler — Vorzeichen so verrechnen, bis Duration beruhigend aussieht. Knotenprofil, Bruttoexposure und Mehrknotenszenarien sichtbar lassen.

Beantwortete Fragen

Welche Kurve bewegt sich? Wo sind die Knoten? Wie wird interpoliert? Prozentual oder monetär? Sind Flows fest? Welches Bruttoexposure steckt hinter dem Total?

Quellen

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