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Carry, Roll-down und Anleiherendite

Anleiherendite in Carry, Laufzeitbewegung, Zins- und Spreadeffekt, Konvexität und Kosten zerlegen.

Einfach erklärt — Eine Anleihe kann Einkommen erzeugen, während Zeit vergeht, aber ihr Preis reagiert weiter auf Zinsen, Kredit und Liquidität. Carry ist nicht kostenlos; Roll-down ist keine Prognose.

Carry ist der während eines Haltenszeitraums nach definierter Methode aufgelaufene Beitrag: Kupon, Accrual, Finanzierung oder weitere Flows. Roll-down ist der Preis- oder Renditeeffekt, wenn die Restlaufzeit entlang einer als unverändert angenommenen Kurve kürzer wird.

Bedingte Zerlegung

Rendite ≈ Carry + Roll-down + Zinseffekt + Spreadeffekt + Konvexität − Kosten

Die Trennung hängt von Modell und Faktorfolge ab. Kuponzahlung, Stückzinsen und Funding dürfen nicht doppelt zählen. Währung, Hedge, Ausfall, Optionen und Liquidität können eigene Komponenten brauchen.

Beispiel: Eine Fünfjahresanleihe rentiert 3,20 %, der vergleichbare Vierjahrespunkt der heutigen Kurve 3,00 %. Wäre die Kurve in einem Jahr identisch, könnte der Wechsel zu diesem Punkt den Preis stützen. Das sagt nichts über die echte künftige Kurve, den Emittentenspread oder Finanzierungskosten.

Operative Berechnung

Definieren Sie Start und Horizont; speichern Sie Dirty Price, Flows, Referenzkurve, Spread, Funding und Optionsannahmen. Schieben Sie das Datum vor und bewerten Sie unter unveränderter Kurve und Spread. Stimmen Sie Wertänderung mit Cash und Finanzierung ab.

Eine Konvention trennt Carry und Roll-down. Eine Methode ordnet Nettoaccrual dem Carry und die Bewertung bei neuer Restlaufzeit dem Roll-down zu; eine andere zählt einen Teil des Pull-to-Par zum Carry. Formel und Abstimmung müssen sichtbar bleiben.

Gesamt-P&L = Wertänderung + erhaltener Cashflow − Kosten und Funding

Kurven- und Kreditrisiko

Positiver Carry kann durch eine kleine ungünstige Bewegung verschwinden. Duration und KRD übersetzen lokale Shocks; Konvexität zählt bei größeren. Kredittitel fügen Spread und CS01 hinzu.

Steepening, Flattening oder Twist machen Roll-down fragil. Zeigen Sie unveränderte Kurve, Kurven- und Spreadshocks sowie alternatives Funding. Bei Callable Bonds und MBS verändern sich Flows; das Modell muss Ausübung und Vorauszahlung aktualisieren.

Typischer Fehler — Wenige Carry- und Roll-down-Tage als stabile Jahresrendite hochrechnen und dabei Kurve, Spread, Kosten und Ereignisse ignorieren.

Beantwortete Fragen

Welche Flows zählen zum Carry? Ist Funding enthalten? Welche Kurve bleibt konstant? Zero, par oder yield? Bleibt Kredit unverändert? Stimmt die Attribution zum Gesamtbetrag?

Quellen

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