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Variabel verzinsliche und inflationsindexierte Anleihen

FRNs und Inflationsanleihen passen Kupon oder Kapital über verschiedene Indizes mit Lags, Spreads und Restrisiken an.

Einfach erklärt — Eine FRN passt den Kupon an einen Referenzzins an. Eine Inflationsanleihe bindet Kapital oder Zahlungen an einen Preisindex. Beide verringern eine Lücke, nicht alle Risiken.

Floating Rate Notes (FRNs) setzen Kupons nach Index plus Vertragsspread zurück. Inflationsindexierte Anleihen passen Kapital, Kupon oder beides nach Preisindexregeln an. Ein Overnight-Satz kann schnell auf Geldpolitik reagieren; ein Preisindex folgt eigenem Veröffentlichungskalender und Lag.

FRN: Reset erfolgt zeitversetzt

Kuponsatz = Referenzindex + Vertragsspread

Das Dokument nennt Index, Beobachtung, Lookback oder Lockout, Resetfrequenz, Zahlung, Day Count, Cap und Floor. US-Treasury-FRNs laufen beispielsweise zwei Jahre, zahlen vierteljährlich und nutzen Index Rate plus bei Auktion festgelegten Spread nach TreasuryDirect-Regeln.

Steigt der Index, folgt ein künftiger Kupon tendenziell, doch Beobachtung, Reset und Zahlung liegen auseinander. Der Preis reagiert weiter auf Emittentenspread, Liquidität, Zinserwartungen, Caps/Floors und Basis zum wirklichen Funding. Die Zinsduration ist oft kürzer als bei vergleichbarem Festzins, nicht zwingend null.

Inflationsindexierung

Bei US-TIPS wird das Kapital nach CPI mit Lag angepasst; der feste Kuponsatz gilt auf das indexierte Kapital. TreasuryDirect beschreibt nominalen Kapitalschutz am Ende nach Produktregeln. Andere Länder und Titel nutzen andere Indizes, Lags, Floors und Steuern.

Break-even-Inflation ≈ nominaler Yield − realer Yield

Break-even ist keine reine Prognose. Risiko- und Liquiditätsprämien, Angebot-Nachfrage, Saisonalität und Technik wirken mit. Der offizielle Index entspricht nicht zwingend dem persönlichen Warenkorb.

Deflation kann das indexierte Kapital während der Laufzeit senken; Floor und Endrückzahlung hängen vom Vertrag ab. Ein Kauf über pari kann weiterhin verlieren.

Operativer Vergleich

Bei FRN erfassen Sie Fixing, Zahlung, Quelle, Spread, Cap, Floor und Fallback. Beim Inflation-Linker: Index, Lag, Index Ratio, Basis, Interpolation und Floor. Clean, Stückzinsen und Flows müssen abgestimmt sein.

Szenarien trennen nominale und reale Kurve, Inflationserwartungen, Kreditspread und Liquidität. Ein variabler Kupon schützt nicht vor Ausfall; indexiertes Kapital garantiert keine positive Realrendite nach Preis, Steuer und Kosten. Basisrisiko bleibt, wenn der Index die Exposition nicht abbildet.

Typischer Fehler — FRN „zinsrisikofrei“ oder Inflation-Linker „vollständig geschützt“ nennen. Reset, Basis, Preis, Kredit und Vertrag bleiben.

Beantwortete Fragen

Welcher Index bestimmt Flows? Mit welchem Lag? Spread, Cap oder Floor? Welches Kapital wird getilgt? Enthält der Preis Kredit und Liquidität? Passt der Index zur Exposition?

Quellen

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