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Callable und Puttable Anleihen und Vorzahlungsrisiko

Call, Put und Vorauszahlung ändern Cashflows, Rendite und Sensitivität: Anreize, Szenarien und Risiken.

Einfach erklärt — Bei manchen Anleihen erzählt die Endfälligkeit nicht alles. Der Emittent darf früher tilgen, der Anleger darf den Titel zurückgeben oder zugrunde liegende Schuldner zahlen vorzeitig.

Ein Call gibt dem Emittenten das Recht, an festgelegten Tagen und Preisen zu tilgen. Ein Put gibt dieses Recht dem Anleger. Prepayment verändert die Folge, wenn etwa Hypothekenschuldner vorzeitig zahlen. Dies sind Möglichkeiten und Anreize, keine Gewissheit.

Call und begrenztes Aufwärtspotenzial

Fallen Zinsen oder Finanzierungsspread des Emittenten, kann Refinanzierung attraktiv werden. Eine callable Anleihe steigt dann eventuell weniger als ein ähnlicher optionfreier Titel, weil Rückzahlung zum festgelegten Preis wahrscheinlicher wird. Der Anleger erhält Kapital und muss zu den dann geltenden Bedingungen reinvestieren.

Der Vertrag nennt Kalender, Preis, Schutzfrist, Vorankündigung und Ausnahmen. Make-whole Call, fester Call und Regulatory Call haben unterschiedliche Profile. YTC unterstellt einen Termin; Yield to Worst vergleicht Vertragsszenarien. Ausfall, Kosten und früher Verkauf sind nicht automatisch enthalten.

Put, Prepayment und Extension

Ein Put erlaubt die Rückgabe nach Bedingungen. Er kann einen Teil negativer Preisreaktion begrenzen, hängt aber von der Zahlungsfähigkeit des Emittenten ab.

Bei MBS zahlen Schuldner wegen Verkauf, Refinanzierung oder aus anderen Gründen vor. Bei sinkenden Zinsen kann Prepayment steigen und Kapital bei niedrigeren Wiederanlagezinsen zurückgeben. Bei steigenden Zinsen kann es langsamer werden und Flows verlängern: Extension Risk. Reibungen, Kreditmerkmale und Wirtschaft zählen ebenfalls.

Kennzahlen bei veränderlichen Flows

Duration und Konvexität mit festen Flows können versagen. Effektive Duration bewertet unter Kurvenshocks neu und lässt Ausübung oder Prepayment ändern. OAS versucht, Optionswert per Modell vom Spread zu trennen.

Callable Bonds können in Bereichen geringe oder negative Konvexität zeigen; dies hängt von Preis, Kurve, Volatilität und Vertrag ab. Ein professioneller Prozess kartiert Termine, bewertet Szenarioflows, validiert das Modell und stresst Zinsen, Spreads und Volatilität.

Vor Kennzahlen stehen Optionsinhaber, Termine, Preise, Vorankündigung, Menge, Ereignisse und Rang. Bei Verbriefungen kommen Struktur, Waterfall, Servicing und Prepaymentannahmen hinzu.

Typischer Fehler — Den höheren Wert aus YTM und YTC wählen, als würde der Emittent zugunsten des Anlegers ausüben. Die Option gehört der Vertragspartei.

Beantwortete Fragen

Wer hält die Option? Welche Tage und Preise? Ändern sich Flows mit Zinsen? Welches Szenario liefert YTC oder Duration? Prepayment und Extension? Bleibt Kreditrisiko?

Quellen

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