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Spotmarkt: Handel, Abwicklung und Eigentum

Spot bezeichnet ein Kassageschäft nach den Konventionen des jeweiligen Marktes. Der Begriff garantiert weder physischen Besitz noch fehlenden Hebel, Börsenhandel oder eine bestimmte Gegenpartei.

Für wen dieser Artikel gedacht ist — Für alle, die den Zeitpunkt eines Geschäfts von dem gehaltenen Recht, dem Handelsplatz und der Gegenpartei unterscheiden müssen.

Eine Spot- oder Kassatransaktion vereinbart den Tausch eines Vermögenswerts, Wertpapiers oder einer Währung mit Abwicklung nach der aktuellen Konvention dieses Marktes. „Spot“ beschreibt vor allem, wann und wie das Geschäft erfüllt wird. Der Begriff benennt kein einziges Instrument und bedeutet nicht automatisch physischen Besitz.

Einfach gesagt — Spot bedeutet „Kassa“, nicht „garantierter Besitz“. Was du erhältst, ergibt sich aus Instrument, Abwicklungsregeln, Verwahrung, Handelsplatz und Gegenpartei.

Spot: zeitnahe Abwicklung Zeitpunkt, Eigentumsrecht, Handelsplatz und Gegenpartei bleiben getrennt. Allgemeines Kassageschäft; die jeweilige Marktkonvention legt den Valutatag fest. Spot: zeitnahe Abwicklung Zeitpunkt, Eigentumsrecht, Handelsplatz und Gegenpartei bleiben getrennt Allgemeines Kassageschäft; die jeweilige Marktkonvention legt den Valutatag fest. 1 Geschäft Vermögenswert, Wertpapier oder Währung werden zuheutigen Bedingungen getauscht. 2 Abwicklung Der Valutatag folgt der Konvention und muss nicht amHandelstag liegen. 3 Eigentum Besitz und Verwahrung ergeben sich aus Instrumentund Kontostruktur, nicht aus dem Wort Spot. 4 Gegenpartei Börse, Broker, Verwahrer, Clearingstelle und Dealerhaben verschiedene Rollen. Cyclepedia · Lernschema, weder Marktquote noch Handelsempfehlung
Spot beschreibt die Abwicklung. Eigentumsrecht und Gegenpartei ergeben sich erst aus der konkreten Struktur.

Vier unterschiedliche Fälle

  1. Der Barkauf einer Aktie kann nach den Regeln für Ausgabe, Register und Verwahrung eine Wertpapierposition vermitteln.
  2. Im Wholesale-Forex tauscht ein Spotgeschäft zwei Währungen mit einem durch die Paarkonvention bestimmten Valutatag.
  3. Ein Retail-Konto für „Rolling Spot FX“ kann dagegen eine gehebelte und finanzierte OTC-Exponierung gegenüber dem Händler schaffen; die Anbieterbedingungen sind entscheidend.
  4. Ein Rohstoff-Spotgeschäft kann physische Lieferung, repräsentative Dokumente oder vertraglich vorgesehenen Barausgleich bewirken.

Alle vier Fälle können „Spot“ heißen, erzeugen aber nicht dieselben Rechte.


Spot und Derivat

Dimension Spot Derivat
Zeit zeitnahe Abwicklung nach Konvention künftige, bedingte oder differenzbasierte Leistung
Was gehalten wird abhängig von Vermögenswert und Verwahrstruktur Vertrag mit eigenen Rechten und Pflichten
Laufzeit Das Geschäft wird erfüllt; der Vermögenswert kann gehalten bleiben. kann Verfall, Ausübung oder Vertragsdauer besitzen
Handelsplatz Börse, Plattform oder OTC je nach Vertrag Börse oder OTC
Short-Position abhängig von Leihe, Verfügbarkeit und Marktregeln abhängig von Vertrag, Margin und anwendbaren Grenzen

Die fachlich richtige Gegenüberstellung lautet nicht „Spot = echt, Derivat = unecht“, sondern zugrunde liegender Vermögenswert beziehungsweise Tausch gegen abgeleitetes Recht oder abgeleiteten Vertrag.


Handelsplatz, Intermediär und Gegenpartei

Eine Börse ist ein Handelsplatz mit Zulassungs- und Handelsregeln. Sie ist deshalb nicht automatisch wirtschaftliche Gegenpartei jedes Auftrags. Ein Intermediär nimmt den Auftrag an oder führt ihn aus, ein Verwahrer verbucht Vermögenswerte, eine zentrale Gegenpartei kann sich im Clearing dazwischen stellen, und der Emittent behält eigene Pflichten. In einer OTC-Beziehung kann der Händler dagegen unmittelbare Gegenpartei sein.


Spotpreis, Basis und Ausführung

Der Spotpreis ist keine universelle Zahl. Er hängt von Vermögenswert, Qualität, Ort, Währung, Menge, Uhrzeit und Handelsplatz ab. Future, CFD oder ETP können diesen Markt als Referenz nutzen, ohne Preis und Ausführung exakt abzubilden. Finanzierung, Lieferung, Verfall, Liquidität und Spread erzeugen verschiedene Basis- und Trackingdifferenzen.

Vor einem Geschäft ist zu prüfen:

  1. Welches Instrument steht im Vertrag oder Kontoauszug?
  2. Welcher Valutatag und welcher Abwicklungsmechanismus gelten?
  3. Entsteht ein Vermögenswert, ein Währungssaldo oder nur eine Geldforderung?
  4. Wer sind Intermediär, Verwahrer, Emittent und Gegenpartei?
  5. Welche Margin-, Finanzierungs-, Spread- und Provisionsregeln greifen?

Quellen


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