Zum Inhalt springen

Funding Rate bei Perpetual-Kontrakten

Die Funding Rate steuert periodische Zahlungen zwischen Long- und Short-Positionen in Perpetual-Kontrakten. Vorzeichen, Intervall und Berechnung hängen von der Venue ab.

Einfach erklärt — Bei bestimmten Kontrakten ohne Verfall zahlen Long-Positionen zu festgelegten Zeiten an Short-Positionen oder umgekehrt. Die Funding Rate bestimmt Richtung und Betrag.

Ein Perpetual-Kontrakt ist ein Derivat ohne das feste Ablaufdatum eines klassischen Futures. Sein Funding schafft einen wirtschaftlichen Anreiz, den Preis des Perpetuals in der Nähe des Spotmarkts oder des von der Venue festgelegten Referenzindex zu halten.

Funding: Referenz, Regel und AbrechnungGeschätzte Rate und reale Buchung sind verschiedene Daten. Funding: Referenz, Regel und Abrechnung Geschätzte Rate und reale Buchung sind verschiedene Daten. 01 Referenz Index und Mark Pricestammen aus derKontraktspezifikation. 02 Endgültige Rate Vorzeichen und Intervallsteuern dieZahlungsrichtung. 03 Zulässige Position Nominalwert und Zeitpunktbestimmen die Basis. 04 Abrechnung Belastung oder Gutschriftwird mit dem Kontoabgeglichen. Phase auswählen oder antippen; die Kernaussage bleibt ohne Interaktion lesbar.
Funding verbindet Referenz, Regel und Abrechnung. Wählen Sie eine Phase, um Schätzung und realisierte Zahlung zu trennen.

Funktionsweise der Zahlung

Die Venue vergleicht den Kontrakt mit ihrem Index und wendet die veröffentlichte Methode an. Sie kann Prämie oder Abschlag, Zinskomponente, Zeitmittel, Grenzen und Korrekturen enthalten. Frequenz, Basis und Währung unterscheiden sich nach Produkt.

In den dokumentierten Konventionen zahlen bei positiver Rate Longs an Shorts; bei negativer Rate kehrt sich der Strom um. Der Kontoauszug kann das Vorzeichen aus Kundensicht darstellen. Die Legende der Venue ist maßgeblich, nicht eine vermutete Farbe oder Richtung der Benutzeroberfläche.


Betrag, Position und Intervall

Viele Venues beschreiben die Zahlung als N × f, wobei N der zugelassene Nominalwert und f die Rate des Intervalls ist. Menge, Multiplikator, Mark Price und Kontraktwährung können den Betrag beeinflussen. Die konkrete Vertragsformel geht diesem allgemeinen Schema vor.

Auch das Intervall ist produktspezifisch. Offizielle Dokumentationen zeigen stündliche Abrechnungen und Acht-Stunden-Zyklen. Manche Regeln erfassen nur Positionen, die am Funding-Zeitpunkt offen sind. Kein Beispiel ist universell.


Kurzes Beispiel

Eine Long-Position besitzt einen Nominalwert von 20.000; die endgültige positive Rate des Intervalls beträgt 0,01 %. Im einfachen Schema zahlt der Long 2, bevor Währungs- oder Kontraktanpassungen berücksichtigt werden. Bei negativer Rate kehrt sich die Richtung um.

Das Beispiel prognostiziert nicht die nächste Rate. Schätzung und endgültig abgerechneter Wert können bis zum Zeitpunkt auseinanderlaufen.


Prüfverfahren

  1. Index, Mark Price, Formel, Intervall und Währung aus der Spezifikation erfassen.
  2. Position, Nominalwert und endgültige Rate zum relevanten Zeitpunkt speichern.
  3. Die veröffentlichte Vorzeichenkonvention anwenden und den Zahler bestimmen.
  4. Schätzung mit der tatsächlichen Belastung oder Gutschrift abgleichen.

Hebelwirkung ändert nicht zwingend den Funding-Nominalwert. Bei weniger Margin ist dieselbe Belastung jedoch größer im Verhältnis zum eingesetzten Kapital und kann die Liquidation näher bringen.


Funding, Gebühr und Rendite

Eine Handelsgebühr belastet die Ausführung. Funding ist ein periodischer Strom bestimmter Kontrakte und kann Belastung oder Gutschrift sein. Beides gehört zum Nettoergebnis, bleibt in den Daten aber getrennt.

Eine wiederholt positive Rate verringert das Ergebnis eines Longs auch bei unverändertem Preis; sie kann den Short gutschreiben. Das Vorzeichen kann vor dem nächsten Intervall wechseln. Künftiges Funding ist unsicher und kein garantierter Kupon.


Fortgeschritten: Vergleich und Carry-Strategien

Raten je Intervall, Stunde und Jahr sind erst nach Vereinheitlichung von Zeit und Konvention vergleichbar. Geschätzte und abgerechnete Rate sind zu trennen; ebenso einfache Verzinsung, Aufzinsung oder venueeigene Annualisierung.

Carry-Strategien kombinieren einen Perpetual häufig mit einer zweiten Position, um eine Differenz zu vereinnahmen. Variables Funding, Leg-Mismatch, Spread, Slippage, Gebühren, Liquidation, Collateral, Index und Venue-Risiko können die erwartete Zahlung übersteigen. Eine hohe Rate allein belegt weder ein Übermaß an Longs oder Shorts noch liefert sie ein Einstiegssignal.


Quellen


Verwandte Themen