Für wen dieser Lernpfad gedacht ist — Für alle, die den Ursprung primärer und sekundärer Bewegungen, der Bestätigung zwischen Indizes und der Deutung enger Spannen verstehen wollen, ohne Charles Dow ein nie geschriebenes Lehrbuch zuzuschreiben.
Die Dow-Tradition entsteht aus den Leitartikeln von Charles H. Dow und wird nach seinem Tod von Samuel A. Nelson, William Peter Hamilton und Robert Rhea geordnet. „Dow-Theorie“ bezeichnet damit eine redaktionelle Genealogie, nicht ein fertiges System eines einzelnen Autors.
Lernpfad
- Charles H. Dow — Person, Durchschnitte und tatsächlich hinterlassene Texte.
- Dow-Theorie — dokumentierte Aussagen und Grenzen der modernen sechs Leitsätze.
- Die drei Marktbewegungen — Gleichzeitigkeit von primär, sekundär und täglich.
- Bestätigung zwischen den Durchschnitten — gemeinsame Richtung, Verzögerung und Nichtbestätigung.
- Die Dow-Linie — Gleichgewicht, Ausbruch und spätere Deutung.
Der Lernpfad beschreibt eine historische Lehre. Er ist weder eine mechanische Strategie noch ein Teil der Emiciclo-Methode.
Genealogie der Quellen
Dow veröffentlichte zwischen 1899 und 1902 Beobachtungen. Nelson sammelte Leitartikel und verwendete 1903 „Dow's Theory“. Hamilton entwickelte 1922 die gemeinsame Lesart der Durchschnitte. Rhea ordnete das Korpus 1932. Brown, Goetzmann und Kumar prüften Hamiltons Hinweise 1998 empirisch neu.
Diese Reihenfolge verhindert, dass moderne Zusammenfassungen als Dows Originalwortlaut ausgegeben werden.
Kern der Tradition
Die Durchschnitte dienen als Barometer des Gesamtmarkts. Die Tradition trennt Bewegungen verschiedener Größenordnung, verlangt Bestätigung zwischen wirtschaftlich ergänzenden Aktivitäten und betrachtet eine enge Spanne zunächst als mehrdeutige Linie.
Das Volumen bleibt eine relative Kontextinformation. Es ersetzt die Bestätigung der Durchschnitte nicht.
Was weiterhin nützlich ist
Vor der Interpretation ist die Ebene zu benennen. Nichtbestätigung bedeutet unvollständige Information. Einer engen Spanne sollte nicht vor ihrer Auflösung eine Ursache zugeschrieben werden. Historische Beschreibung und heutige empirische Gültigkeit bleiben getrennt.
Die US-Wirtschaft des frühen 20. Jahrhunderts entspricht nicht den heutigen Märkten. Jede Übertragung auf Sektoren, ETFs, Futures, Kryptoassets oder Intraday-Daten muss Reihen, Kriterien und Tests offenlegen.
Grundlegender Lernpfad
Fünf Stationen: Person, Quellen, Bewegungsebenen, Bestätigung und Auflösung einer Linie.
- Charles H. Dow: Biografie, Durchschnitte und Ursprung der Tradition
- Dow-Theorie: Quellen, Grundsätze und historische Grenzen
- Die drei Marktbewegungen in der Dow-Tradition
- Bestätigung zwischen den Durchschnitten in der Dow-Theorie
- Die Dow-Linie: Gleichgewicht, Ausbruch und Bestätigung
Quellen
- S. A. Nelson, The A B C of Stock Speculation, 1903, digitalisierte Ausgabe.
- William Peter Hamilton, The Stock Market Barometer, 1922, digitalisierte Ausgabe.
- Robert Rhea, The Dow Theory, 1932, bibliografischer Eintrag.
- Brown, Goetzmann und Kumar, „The Dow Theory“, 1998, DOI.
- S&P Dow Jones Indices, Geschichte der Dow-Durchschnitte.