Einfach erklärt — Statt 100 Einheiten zu einem Preis zu bestellen, kann die Menge auf mehrere Preisstufen verteilt werden. Zur Position gehört nur, was tatsächlich ausgeführt wurde.
Eine gestaffelte Order, auch scaled order, teilt eine Gesamtmenge in Orderbestandteile mit festgelegten Preisen und Größen. Sie ist eine Ausführungsstruktur: Sie wählt nicht automatisch einen guten Einstieg und garantiert keinen besseren Durchschnittspreis.
Aufbau der Staffel
Jeder Bestandteil ist häufig eine Limit Order. Beim Kauf erlaubt sie den Limitpreis oder einen niedrigeren Preis, beim Verkauf den Limitpreis oder einen höheren. Die Preisgrenze garantiert keine Ausführung: Die Order kann offen bleiben, teilweise ausgeführt oder storniert werden.
Der Plan nennt Seite, Gesamtmenge, ersten Preis, Abstand der Stufen und Menge je Komponente. Ihre Summe muss der Gesamtmenge entsprechen, abgesehen von Rundungen durch Mindestlos und Tickgröße.
Der Name bezeichnet keine einheitliche Technik. Komponenten können gleichzeitig oder nacheinander gesendet werden. ScaleTrader von Interactive Brokers kann zum Beispiel einen neuen Bestandteil nach dem Fill des vorherigen freigeben. Die konkrete Regel des Anbieters gehört daher zur Definition.
Plan und reale Position
Die Staffel zeigt potenzielle Orders. Ausgeführte Menge, Durchschnittspreis und Risiko beruhen ausschließlich auf bestätigten Fills. Eine offene Preisstufe verbessert keine Position, die sie noch nicht geschaffen hat.
Gleiche Komponenten bilden eine gleichmäßige Staffel. Unterschiedliche Mengen erzeugen eine gewichtete Staffel: Mehr Gewicht bei niedrigeren Preisen verschiebt den Durchschnitt nur bei Ausführung und konzentriert zugleich das Risiko nach einer ungünstigen Marktbewegung.
Kurzes Beispiel
Ein Kauf über 100 Einheiten wird auf 20 zu 50, 30 zu 49 und 50 zu 48 verteilt. Bei vollständiger Ausführung beträgt der Durchschnitt vor Gebühren 48,70. Füllen nur die ersten beiden Stufen, besteht die Position aus 50 Einheiten zu 49,40. Die restlichen 50 sind Absicht, keine Position.
Gebühren werden aus den tatsächlichen Buchungen der Fills addiert. Preise oder Kosten nicht ausgeführter Bestandteile ergeben ein fiktives Resultat.
Kontrollen vor dem Versand
- Gesamtmenge, Komponentensumme, Los, Tick und reservierte Mittel oder Margin prüfen.
- Klären, ob Bestandteile gleichzeitig oder sequenziell gesendet werden.
- Gültigkeit, Stornierung und Umgang mit Teilausführungen festlegen.
- Risiko, Menge und Durchschnitt nach jedem Fill neu berechnen.
Eine Schutzorder ist eine getrennte Order mit eigenen Bedingungen. Es darf nicht unterstellt werden, dass die Plattform sie automatisch an die jeweils ausgeführte Staffelmenge anpasst.
Risiken hinter dem Durchschnitt
Eine unvollständige Staffel lässt die Exposition kleiner als geplant. Eine vollständig ausgeführte Staffel kann während einer nachteiligen Bewegung die maximale Exposition erreichen. Mehr Komponenten erzeugen zudem mehr Zustände, Ablehnungen, Stornierungen und Gebührenbuchungen.
Preisstufen beseitigen weder Slippage noch Queue- und Liquiditätsrisiko. Sie machen die Struktur auch nicht automatisch zu Grid Trading, das üblicherweise wiederholte Kauf- und Verkaufszyklen hinzufügt.
Fortgeschritten: Gewichte, Queue und Orderstatus
Gewichte können konstant, steigend, fallend oder manuell sein. Eine steigende Folge „optimiert“ den Preis nicht per Definition; sie erhöht den Einfluss der letzten Stufe auf Kapital, Durchschnitt und möglichen Verlust.
Eine professionelle Prüfung speichert Parent- und Komponenten-IDs, Sendezeiten, Limitpreise und -mengen, Priorität, ausgeführte Mengen, Gebühren, Änderungen und Stornierungen. Damit bleiben Systemplan und tatsächliches Venue-Ergebnis getrennt.
Quellen
- Interactive Brokers — Order Types and Algos: ScaleTrader
- Interactive Brokers — Example 1: Basic Scale Orders
- SEC — Limit Orders
- FINRA — Time Parameters and Qualifiers on Stock Orders