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Ergebnis je Aktie

Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie mit zurechenbarem Gewinn, gewichteter Aktienzahl, Optionen und Kapitalveränderungen richtig einordnen.

Einfach gesagt — Das Ergebnis je Aktie verteilt den den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn auf die durchschnittlich betroffenen Aktien einer Periode.

Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie mit zurechenbarem Gewinn, gewichteter Aktienzahl, Optionen und Kapitalveränderungen richtig einordnen.

Zähler und Nenner

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie nutzt den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und die gewichtete durchschnittliche Aktienzahl. Die Aktien am Jahresende reichen nicht: Ausgaben, Rückkäufe und Splits müssen mit ihrer jeweiligen Dauer in der Periode berücksichtigt werden.

Vorzugsdividenden, Minderheitsanteile und aufgegebene Geschäftsbereiche können den ausgewiesenen Zähler verändern. Die EPS-Anhangangabe sollte die verwendeten Ergebnis- und Aktiengrößen nachvollziehbar überleiten.

Für Vergleiche zählt außerdem, ob Splits rückwirkend auf alle dargestellten Perioden angepasst wurden.

Verwässerung verstehen

Das verwässerte Ergebnis je Aktie berücksichtigt Instrumente, die zusätzliche Aktien erzeugen könnten, etwa Optionen, Wandelschuldverschreibungen oder Aktienzusagen. Antiverwässernde Instrumente werden nach den einschlägigen Regeln ausgeschlossen; der Nenner kann sich daher mit Ergebnis, Ausübungspreisen und Marktpreis verändern.

Sinkt die Aktienzahl durch Rückkäufe, kann EPS steigen, obwohl der Gesamtgewinn unverändert bleibt. Gewinn, gewichtete Aktienzahl und Finanzierung des Rückkaufs gehören deshalb in dieselbe Betrachtung.

Berichtetes, bereinigtes und erwartetes EPS

Ein bereinigtes EPS entfernt vom Unternehmen oder Analysten gewählte Posten. Vergleiche verlangen eine konstante Definition und eine sichtbare Überleitung zur normgerechten Zahl. Ein Forward-EPS enthält zusätzlich Prognoserisiken für Gewinn, Steuern und mögliche Verwässerung.

Professionelle Modelle rekonstruieren den Zähler über Segmente, Zinsen, Steuern und nicht beherrschende Anteile. Danach werden potenzielle Aktien in Szenarien getestet, statt nur eine Datenbankzahl zu übernehmen.

Beispiel und Grenzen

Ein stabiler Gewinn bei fünf Prozent weniger durchschnittlichen Aktien erzeugt ungefähr fünf Prozent EPS-Wachstum. Wurde der Rückkauf mit Schulden finanziert, stehen dem höheren Anteil je Aktie zusätzliche Zinsen und Refinanzierungsrisiken gegenüber. Der nächste Periodengewinn kann diese Kosten bereits enthalten.

EPS misst weder Cashflow noch Rendite auf das eingesetzte Kapital und verspricht keine Kursentwicklung. Es bleibt nur aussagekräftig, wenn Ergebnisqualität, Aktienzahl und Kapitalstruktur gemeinsam geprüft werden.

Quellen

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